Kleidermotten erkennen: Aussehen, Larven, Löcher & Kot – so erkennst du den Befall (2026)
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Kleidermotten erkennen: Aussehen, Larven, Löcher & Kot
Der erste kalte Morgen, der Lieblingspullover kommt aus der Kiste – und am Ärmel ist ein Loch, das im Frühjahr noch nicht da war. Ob das eine Kleidermotte war, ein Teppichkäfer oder nur der Reißverschluss der Jacke daneben, siehst du an sieben Spuren. Hier lernst du sie alle kennen – mit Größen, Farben und den Stellen, an denen du zuerst nachsehen solltest.


Kleidermotten erkennst du an vier Dingen: einem kleinen, einfarbig strohgelb glänzenden Falter (6–9 mm) ohne Flügelzeichnung, der im Schrank flattert statt am Fenster; weißlichen Larven mit braunem Kopf (bis etwa 1 cm) in seidigen Gespinströhren; unregelmäßigen Fraßlöchern in Wolle, Kaschmir, Seide oder Filz – gern an Kragen, Achseln und Falten; und feinem, krümeligem Kot in der Farbe des angefressenen Stoffs. Siehst du zwei dieser Zeichen zusammen, ist es ein Befall – kein Zufall.
Dieser Artikel hilft dir beim Erkennen. Wenn die Spuren passen, zählt ab jetzt jeder Tag: Larven fressen weiter, Falter legen nach. Die passenden Anleitungen:
Offen gesagt: Wir stellen den IREPELL.one selbst her. Wir empfehlen ihn als ersten Schritt gegen die Falter – mit klaren Grenzen, die weiter unten stehen. Larven im Stoff erreicht kein Ultraschall, die musst du einfrieren oder waschen.

Inhaltsverzeichnis
- Wie sehen Kleidermotten aus? Der Falter
- Kleidermotten-Larven erkennen – die eigentlichen Täter
- Eier und Puppen: was du fast nie siehst
- Die 7 Spuren im Schrank
- Mottenlöcher erkennen: Motte, Käfer oder Verschleiß?
- Was es sonst sein kann: Teppichkäfer, Pelzmotte, Lebensmittelmotte
- Wo du suchen musst – die Checkliste
- Wann Kleidermotten auftreten
- Befall bestätigt – was jetzt?
- IREPELL gegen Kleidermotten – ehrlich eingeordnet
- Vorbeugen für den nächsten Winter
- Häufige Fragen
Wie sehen Kleidermotten aus? Der Falter
Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist ein unscheinbarer Kleinschmetterling: 6 bis 9 Millimeter lang, Flügelspannweite rund 10 bis 15 Millimeter, Flügel einfarbig strohgelb bis goldgelb mit seidigem Glanz, ohne Punkte, Streifen oder Bänder. In Ruhe liegen die schmalen Flügel dachförmig am Körper an, am Hinterrand tragen sie feine Fransen. Der Kopf ist etwas rötlicher behaart. Das ist schon die ganze Beschreibung – und genau das macht sie so leicht zu übersehen.
Viel verräterischer als das Aussehen ist das Verhalten. Kleidermotten mögen kein Licht. Sie sitzen tagsüber still in dunklen Falten, hinter Schrankwänden oder unter Teppichkanten. Wenn du den Schrank öffnest und ein kleiner heller Falter unruhig und eher ungeschickt aus einem Fach flattert, kurz fliegt und sich gleich wieder in eine Ecke verkriecht, bist du bei der Kleidermotte. Die Weibchen fliegen kaum, sie laufen – deshalb siehst du oft nur die Männchen. Ein Falter, der abends ums Fenster oder die Lampe kreist, ist dagegen fast immer eine Lebensmittelmotte oder ein harmloser Nachtfalter von draußen.
Noch ein Punkt, der viele überrascht: Der Falter frisst nichts. Seine Mundwerkzeuge sind verkümmert, er lebt nur wenige Wochen und hat eine einzige Aufgabe – Partner finden, Eier legen. Die Löcher im Pullover stammen ausschließlich von den Larven. Wer nur Falter jagt, bekämpft also das Symptom, nicht die Ursache.
| Merkmal | Kleidermotte | Lebensmittelmotte (Dörrobstmotte) | Pelzmotte |
|---|---|---|---|
| Größe | 6–9 mm, Spannweite 10–15 mm | 8–10 mm, Spannweite bis ca. 20 mm | 6–8 mm |
| Farbe | einfarbig strohgelb bis goldgelb, glänzend, keine Zeichnung | zweifarbig: vorderer Flügelteil grau-weiß, hinterer kupfer- bis rotbraun | graubraun mit dunklen Punkten auf den Flügeln |
| Wo du sie siehst | im Kleiderschrank, in der Kommode, unter Teppichen, in dunklen Ecken | Küche, Vorratsschrank, abends am Fenster oder an der Lampe | Schrank, Dachboden, Pelz- und Federtextilien |
| Verhalten | meidet Licht, flattert kurz und versteckt sich sofort | fliegt zum Licht, sitzt an Wänden und Decken | wie Kleidermotte, lichtscheu |
| Larve | weißlich, brauner Kopf, in fester Gespinströhre am Stoff | gelblich-weiß, in Gespinsten zwischen Mehl, Müsli, Nüssen | trägt einen tragbaren Köcher aus Fasern mit sich |
| Weiterlesen | du bist richtig hier | Lebensmittelmotten loswerden | Mottenarten im Überblick |
Pelzmotte und Kleidermotte kannst du im Alltag gleich behandeln – beide fressen Keratin, beide sitzen im Schrank. Den sauberen Artenvergleich mit Bildern aller vier Haus-Motten findest du im Ratgeber Mottenarten: Lebensmittelmotten vs. Kleidermotten.
Kleidermotten-Larven erkennen – die eigentlichen Täter
Die Larve ist eine weißlich-cremefarbene Raupe mit dunkelbraunem Kopf, frisch geschlüpft kaum einen Millimeter, ausgewachsen bis etwa 10 Millimeter lang und auffallend schlank. Sie ist nackt, ohne Haare oder Borsten – das ist der wichtigste Unterschied zur Teppichkäferlarve, die wie ein kleiner, bräunlich behaarter Igel aussieht. Kleidermottenlarven sind träge, sie flüchten nicht, wenn du einen Pullover auseinanderfaltest. Meist sitzen sie still in ihrer Röhre.
Diese Gespinströhre ist das zweite Erkennungszeichen. Die Larve spinnt sich aus Seidenfäden und abgenagten Fasern einen Schlauch, in dem sie lebt und frisst. Die Röhre hat deshalb die Farbe des Kleidungsstücks: auf dem roten Schal ist sie rötlich, auf dem grauen Mantel grau. Sie klebt flach auf dem Stoff, oft entlang von Nähten oder in Falten, und wirkt auf den ersten Blick wie ein Fussel oder ein Fädchen. Zieh daran – wenn es sich zäh wie Spinnenseide anfühlt und darunter eine dünne Stelle oder ein Loch im Gewebe liegt, hast du deine Antwort.
Wie lange die Larve frisst, hängt vor allem von der Temperatur ab. In einer warmen Wohnung ist sie nach zwei bis drei Monaten ausgewachsen, in einem kühlen Dachboden kann sich das Larvenstadium über ein Jahr hinziehen. Genau das ist der Grund, warum ein Befall im Herbst oft aus dem Frühjahr stammt: Die Eier wurden im Mai gelegt, die Larven haben den ganzen Sommer in der Kiste gefressen, und du siehst das Ergebnis erst, wenn du die Winterpullis holst.
Woher die Larven ihr Futter nehmen, erklärt auch, warum sie bestimmte Stücke bevorzugen: Sie verdauen Keratin, das Eiweiß in Tierhaaren, Federn und Hautschuppen. Reine Baumwolle, Leinen oder Polyester können sie nicht verwerten – angefressen werden solche Stoffe trotzdem, wenn sie Schweiß, Hautfett oder Essensflecken tragen oder einen Wollanteil haben. Der getragene Baumwoll-Hoodie mit dem Kaffeefleck ist angreifbarer als der frisch gewaschene reine Wollpullover.

Eier und Puppen: was du fast nie siehst
Ein Weibchen legt in seinem kurzen Leben etwa 100 bis 250 Eier, einzeln oder in kleinen Gruppen, direkt auf das Futter der späteren Larven. Die Eier sind rund einen halben Millimeter groß, weißlich, leicht klebrig und sitzen tief zwischen den Fasern. Mit bloßem Auge erkennst du sie praktisch nicht. Bevorzugt werden Stellen, die nach Mensch riechen: Kragen, Achseln, Bündchen, die Innenseite der Mütze. Deshalb gilt die Regel, die jeder Schneider kennt: Nie getragene Wolle einlagern.
Nach dem Fressen verpuppt sich die Larve in ihrer Röhre oder in einem kleinen Kokon, oft in einer geschützten Ecke: in der Schrankfuge, an der Rückwand, in der Teppichkante unter dem Sofa. Die Puppenhülle bleibt nach dem Schlupf zurück – ein bräunliches, durchscheinendes Häutchen von 5 bis 8 Millimetern. Findest du mehrere davon an einer Stelle, war dort ein kompletter Zyklus durch, und die nächste Faltergeneration ist bereits unterwegs. Das ist der Moment, in dem aus einem Loch ein Befall wird.
Die 7 Spuren im Schrank – und was sie bedeuten
Die meisten entdecken Kleidermotten nicht am Falter, sondern an dem, was er hinterlässt. Geh die sieben Spuren in dieser Reihenfolge durch – von „eindeutig“ bis „Hinweis“.
| Spur | So sieht sie aus | Wo du sie findest | Aussagekraft |
|---|---|---|---|
| 1. Gespinströhren | flache, zähe Schläuche in Stofffarbe, 5–10 mm, wie festgeklebte Fusseln | entlang von Nähten, in Falten, an Kragen, unter Teppichkanten | ✓ eindeutig Kleider- oder Pelzmotte |
| 2. Lebende Larven | weißlich, brauner Kopf, bis 1 cm, träge | in oder neben den Röhren, oft mehrere nebeneinander | ✓ eindeutig, Befall aktiv |
| 3. Fraßlöcher | unregelmäßig, oft mehrere kleine Löcher nah beieinander, ausgefranste Ränder, dünne „Fenster“ im Gewebe | versteckte Bereiche zuerst: Achsel, Kragen, Innenfalten, Unterseite von Teppichen | ~ stark, aber auch Teppichkäfer möglich |
| 4. Kot | feine, harte Krümel 0,5–1 mm, in der Farbe des gefressenen Stoffs, rieselt beim Ausschütteln | im Schrankboden, in den Falten, unter dem Teppich | ~ stark – farbiger Kot gibt es sonst bei keinem Textilschädling |
| 5. Puppenhüllen | bräunliche, durchscheinende Häutchen 5–8 mm | Schrankfugen, Rückwand, Teppichkante, hinter Sockelleisten | ✓ eindeutig, mindestens eine Generation geschlüpft |
| 6. Falter | einfarbig hell, 6–9 mm, flattert aus dem Schrank, meidet Licht | beim Öffnen von Schrank, Kommode, Kleiderkiste | ~ Hinweis – ein Falter kann zugeflogen sein, drei sind ein Befall |
| 7. Kahle Stellen im Teppich | Flor fehlt flächig, als wäre er rasiert, oft unter Möbeln | Wollteppich unter Sofa, Bett, Schrank; Teppichkanten an der Wand | ~ Kleidermotte oder Teppichkäfer – Larven suchen |
Eine Faustregel aus vielen Gesprächen mit Kunden: Eine Spur allein beweist wenig, zwei verschiedene Spuren am selben Ort beweisen fast alles. Ein Loch plus Kotkrümel, ein Falter plus Gespinst, kahle Stelle plus Puppenhülle – dann brauchst du keine Pheromonfalle mehr zur Bestätigung, sondern einen Plan.
Mottenlöcher erkennen: Motte, Käfer oder einfach Verschleiß?
Nicht jedes Loch im Pullover ist ein Mottenloch. Scheuerstellen, ein Reißverschluss im Wäschekorb, ein Haken an der Garderobe oder eine durchgescheuerte Naht sehen manchmal ähnlich aus. So unterscheidest du:
| Loch-Typ | Form | Lage | Begleitspuren |
|---|---|---|---|
| Kleidermotte | unregelmäßig, 1–5 mm, oft mehrere in einer Gruppe; Ränder ausgefranst, daneben dünne, durchscheinende Stellen | geschützte, dunkle Bereiche: Achseln, Kragen innen, Falten, unter dem Bund – selten mitten auf der Brust | Gespinströhren, farbiger Kot, manchmal Larve noch im Loch |
| Teppichkäfer-Larve | ähnlich unregelmäßig, oft großflächiger „abgeweidet“ | Teppich, Polster, Wollmäntel am Boden des Schranks | keine Gespinste; stattdessen behaarte Larvenhäute, kleine braune Larven |
| Mechanisch (Reißverschluss, Haken, Waschmaschine) | einzelnes Loch oder gezogener Faden, Ränder glatt oder ausgezogen | irgendwo – oft exponiert, Vorderseite, Ärmelaußenseite | keine |
| Scheuerstelle | dünne, gleichmäßig abgetragene Fläche, dann Loch | Ellbogen, Bund, Taschenrand, Unterarm am Schreibtisch | Pilling rundherum |
| Säure / Chemie | rundes bis ovales Loch mit festen, manchmal verfärbten Rändern | Vorderseite, Bauchhöhe (Spritzer) | Verfärbung, hart gewordene Fasern |
Zwei Tests helfen zusätzlich. Erstens die Gegenlicht-Probe: Halte den Pullover vor das Fenster. Mottenfraß zeigt neben den eigentlichen Löchern viele kleine, fast durchsichtige Stellen, an denen die Larve nur die oberen Fasern abgenagt hat – ein mechanisches Loch hat das nicht. Zweitens das Ausschütteln über einem weißen Blatt: Fallen feine Krümel in Stofffarbe heraus, ist die Sache klar.
Die Falter aus dem Schlafzimmer halten, während du den Schrank sanierst. Der IREPELL.one arbeitet mit Ultraschall im Profil für Falter – chemiefrei, geruchlos, nachts per App zeitgesteuert. Unsere Empfehlung ab der ersten Nacht, parallel zum Einfrieren und Waschen.
So schützt du den SchrankWas es sonst sein kann: Teppichkäfer, Pelzmotte, Lebensmittelmotte
Drei Verwechslungen kommen in fast jedem zweiten Gespräch vor. Sie entscheiden darüber, ob dein Plan funktioniert – denn gegen einen Teppichkäfer helfen Pheromonfallen für Kleidermotten überhaupt nicht.
Es ist die Kleidermotte, wenn …
- der Falter einfarbig hell und glänzend ist und Licht meidet
- die Larven nackt und weißlich sind und in Röhren sitzen
- die Gespinste fest am Stoff kleben und Stofffarbe haben
- der Kot farbig ist und aus den Falten rieselt
- betroffen sind Wolle, Kaschmir, Seide, Filz, Federn, Pelz
Es ist etwas anderes, wenn …
- Teppichkäfer: kleine, braun behaarte, igelartige Larven; keine Gespinste; runde 2–4-mm-Käfer am Fenster im Frühjahr → Teppichkäfer bekämpfen
- Pelzmotte: Falter mit dunklen Punkten, Larve trägt einen beweglichen Köcher wie ein Schneckenhaus mit sich – Vorgehen identisch zur Kleidermotte
- Lebensmittelmotte: zweifarbiger Falter am Fenster, Gespinste in Müsli und Mehl, nicht im Pullover → Lebensmittelmotten loswerden
- Speckkäfer / Messingkäfer: fressen Wolle und Leder, Larven dunkel und borstig → Speckkäfer & Vorratsschädlinge erkennen
Der Teppichkäfer ist die häufigste Fehldiagnose, weil seine Larven dieselben Löcher fressen. Der Unterschied steckt in den Resten: Teppichkäferlarven häuten sich mehrfach und lassen behaarte, hohle Larvenhäute zurück, die aussehen wie winzige ausgestopfte Tierchen. Kleidermotten hinterlassen seidige Röhren. Findest du Häute statt Gespinste, lies beim Teppichkäfer weiter – die Bekämpfung ist eine andere.
Wo du suchen musst – die Checkliste für Schrank, Teppich und Kommode
Kleidermotten befallen selten den Pullover, den du jede Woche trägst. Sie wollen Ruhe, Dunkelheit und Stoff, der nach dir riecht und lange nicht bewegt wurde. Such deshalb nicht da, wo du zuerst hinschaust, sondern da, wo du seit Monaten nicht warst.
- Die hinterste Ecke des Kleiderschranks. Fach ganz unten, ganz hinten, dort wo der Wollschal vom letzten Winter liegt. Alles auf das weiße Laken legen, einzeln ausschütteln, Krümel prüfen.
- Kragen, Achseln, Bündchen jedes Woll- und Kaschmirteils – im Streiflicht der Taschenlampe. Hier liegen Eier, Röhren und die ersten Löcher.
- Schrankboden und Rückwand. Mit dem Finger die Fugen entlangfahren: Puppenhüllen und Kotkrümel sammeln sich in den Ecken.
- Kleiderkisten, Vakuumbeutel, Koffer mit eingelagerter Winter- oder Sommerkleidung. Ungewaschen eingepackt heißt Risiko.
- Wollteppiche unter Möbeln. Sofa und Bett abrücken, Teppich umschlagen, Unterseite ansehen. Kahle Stellen und Röhren sitzen fast immer im Dunkeln.
- Textile Nebenschauplätze: Filzhüte, Lammfell-Einlagen, Federbetten, Rosshaarmatratzen, Wollsocken in der Schublade, die Hundedecke, das Klavierfilz, ausgestopfte Tiere, Perücken.
- Dachboden und Keller: alte Wolldecken, Teppichreste, Schafwolldämmung, Vogelnester unter dem Dach – von dort wandern Falter und Larven ins Haus.
- Der Staubsaugerbeutel. Haare, Hautschuppen und Wollflusen darin sind ein komplettes Menü. Falter, die aus dem Staubsauger kommen, sind kein Scherz.
Zur Bestätigung kannst du eine Pheromonfalle aufstellen. Sie lockt nur die Männchen der Kleidermotte an und zeigt dir binnen ein bis zwei Wochen, ob und in welchem Raum Falter unterwegs sind. Was sie nicht kann: den Befall beenden. Weibchen, Eier und Larven interessiert der Lockstoff nicht. Eine volle Falle ist ein Messwert, kein Erfolg.

Wann Kleidermotten auftreten – und warum der Herbst die Entdeckungszeit ist
Draußen hat die Kleidermotte Jahreszeiten, drinnen nicht. In beheizten Wohnungen können sich das ganze Jahr über Falter entwickeln, deshalb gibt es auch im Jänner frisch geschlüpfte Motten im Schrank. Trotzdem gibt es zwei Zeitpunkte, an denen die meisten Befälle auffallen:
| Zeit | Was passiert | Was du bemerkst |
|---|---|---|
| Mai – Juni | Hauptflugzeit der ersten Generation; Weibchen legen Eier in die gerade eingelagerte Winterkleidung | einzelne helle Falter im Schlafzimmer, oft übersehen |
| Juli – September | Larven fressen in Kisten, Säcken und im hintersten Fach; zweite Faltergeneration schlüpft | wenig – alles passiert im Dunkeln |
| Oktober – November | Winterkleidung wird geholt | Löcher, Gespinste, Kot – der klassische Herbst-Schock |
| Dezember – April | Entwicklung läuft im warmen Haus langsam weiter; in kühlen Räumen Pause | vereinzelt Falter nahe der Heizung, Larven im Teppich unter dem Sofa |
Die Lehre daraus: Der Befall, den du im Oktober entdeckst, ist meist ein halbes Jahr alt. Wer jetzt nur den löchrigen Pullover entsorgt und die anderen zurück ins Fach legt, legt die nächste Generation gleich mit ein. Der Herbst ist der richtige Moment, den ganzen Schrank einmal durchzugehen – nicht nur ein Teil.
Befall bestätigt – was jetzt? Der Plan für die ersten 48 Stunden
Die vollständige Anleitung mit Einfrier-Zeiten, Wasch-Temperaturen und der Rettung von Kaschmir steht im Artikel Kleidermotten in Wolle & Kaschmir loswerden. Hier die Reihenfolge, die sich bewährt hat:
- Befallene Teile isolieren. Sofort in einen dicht verschlossenen Beutel – nicht zurück in den Schrank, nicht „kurz auf den Stuhl“. Jeder Transport durch die Wohnung verteilt Larven und Eier.
- Vergrämer ab der ersten Nacht aufstellen. Falter, die im Raum sind, legen weiter. Der IREPELL.one im Schlafzimmer oder in der Ankleide ist unsere Empfehlung als Hersteller: Ultraschall im Falter-Profil, chemiefrei, ohne Geruch, nachts per App aktiv. Er ersetzt nicht Schritt 3 und 4 – er sorgt dafür, dass während der Sanierung keine neue Eiablage dazukommt. Eine Wirkgarantie gibt es nicht, dafür 30 Tage Geld-zurück.
- Larven und Eier abtöten. Waschbares bei 60 °C waschen. Wolle, Kaschmir und Seide eine Woche bei −18 °C in den Tiefkühler (luftdicht verpackt), danach auftauen lassen und ausbürsten. Alternativ heiße Trocknerstufe oder chemische Reinigung.
- Schrank leer und sauber machen. Alles raus, Fugen, Ecken und Rückwand gründlich saugen (Beutel danach sofort raus aus dem Haus), mit Essigwasser auswischen, trocknen lassen. Teppich beidseitig saugen, unter Möbeln zuerst.
- Nur Sauberes zurück. Gewaschene, gefrostete oder gereinigte Stücke zurück in den Schrank, Wolle und Kaschmir in dichte Stoff- oder Vakuumbeutel. Pheromonfalle als Kontrolle aufstellen und vier Wochen beobachten.
Was du dir sparen kannst: Mottenkugeln mit Naphthalin oder Paradichlorbenzol sind in der EU für Privathaushalte nicht mehr erlaubt und riechen noch Jahre später. Lavendel und Zedernholz vertreiben höchstens, töten nichts und verlieren ihren Duft nach wenigen Wochen – als Begleitung in Ordnung, als Plan zu wenig. Mehr dazu im Hausmittel-Check Motten bekämpfen: was wirklich hilft.
IREPELL gegen Kleidermotten – ehrlich eingeordnet
Wir sind Hersteller, also sagen wir dir zuerst, was das Gerät nicht kann: Ultraschall erreicht keine Larve, die in einer Gespinströhre im Pullover sitzt, und kein Ei zwischen den Wollfasern. Gegen den akuten Fraß hilft nur Kälte, Hitze oder Waschen. Was der IREPELL.one kann, ist der andere Teil der Aufgabe – der, den Fallen, Lavendel und Zedernholz nicht schaffen: den Faltern den Raum ungemütlich machen, damit sie sich dort nicht niederlassen, paaren und ablegen.
- Larven und Eier im Stoff: nur Einfrieren, Waschen, Reinigen.
- Durch geschlossene Schranktüren, Kisten oder Vakuumbeutel kommt kein Ultraschall – dort muss der Inhalt sauber hinein.
- Ein Befall, der von der Schafwolldämmung im Dach oder einem alten Vogelnest gespeist wird, braucht zuerst die Quelle.
- Es ist ein Vergrämer, kein Insektizid: Er tötet nicht, er stört. Nach unserer Erfahrung reicht das, damit ein sanierter Schrank sauber bleibt – versprechen können wir es nicht, deshalb 30 Tage Geld-zurück.
Für Menschen ist der Ultraschall nicht hörbar, Hund und Katze im Haus reagieren je nach Profil unterschiedlich – was dazu bekannt ist, steht im Artikel Funktioniert Ultraschall-Tierabwehr wirklich? und für Familien in Ultraschall bei Baby & Schwangerschaft. Und weil im Schlafzimmer meist nicht nur Motten stören: Dasselbe Gerät deckt auch Mücken ab, die im Herbst durchs gekippte Fenster kommen.
Ein Loch ist eine Warnung. Zwei sind ein Befall.
Isolieren, einfrieren, saugen – und den Faltern von der ersten Nacht an den Raum nehmen. Der IREPELL.one steht heute Abend im Schlafzimmer, chemiefrei und geruchlos. Gefällt er dir nicht, geht er innerhalb von 30 Tagen zurück.
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Bei uns im Unterland hat fast jede Familie einen Kasten voll Loden, Walk und Schafwolle – Janker, Hüte, die Decken für die Almhütte. Eine Bekannte aus Scheffau hat heuer im September ihren Walkjanker aus dem Schrank geholt und dachte zuerst an Mäuse, so viele Krümel lagen im Fach. Es waren Mottenkot in Lodengrün und drei Puppenhüllen in der Fuge. Der Janker war nicht mehr zu retten, die Wolldecken daneben schon: eine Woche Tiefkühltruhe, dann ausgebürstet.
Mein Rat: Nimm den Herbst zum Anlass, einmal den ganzen Schrank auf das Bettlaken zu legen, nicht nur das Teil mit dem Loch. Und leg getragene Wolle nie ungewaschen zurück – die Motte riecht dich, nicht die Wolle.
Vorbeugen für den nächsten Winter
Nach der Sanierung entscheidet die Lagerung, ob du im nächsten Herbst wieder hier landest. Die Regeln sind kurz:
- Nur Gewaschenes einlagern. Schweiß und Hautfett sind der Köder, nicht die Wolle selbst.
- Dicht verpacken. Baumwoll-Kleidersäcke mit Reißverschluss oder Vakuumbeutel. Offene Kartons und Papier halten keinen Falter ab.
- Bewegung statt Ruhe. Alle vier bis sechs Wochen die Wollteile ausschütteln, lüften, ins Licht halten. Kleidermotten hassen genau das.
- Teppiche unter Möbeln zweimal im Jahr umschlagen und saugen.
- Staubsaugerbeutel nach dem Saugen von Wollflusen zügig entsorgen.
- Kontrollfalle ab April aufstellen – sie meldet die erste Flugwelle, bevor Eier im Schrank liegen.
- Vergrämer in der Saison laufen lassen. Von Mai bis September, wenn die Falter fliegen, hält der IREPELL.one im Schlafzimmer die Eiablage fern. Im Herbst und Winter schützt derselbe Platz gegen Mäuse, die Wärme suchen.
Häufige Fragen zum Erkennen von Kleidermotten
Wie sehen Kleidermotten aus?
Kleidermotten sind 6 bis 9 Millimeter lange, einfarbig strohgelb bis goldgelb glänzende Falter ohne Flügelzeichnung. Die schmalen Flügel liegen in Ruhe dachförmig an und haben am Rand feine Fransen. Sie meiden Licht, flattern unruhig aus dem Schrank und verstecken sich sofort wieder – anders als Lebensmittelmotten, die zweifarbige Flügel haben und zum Fenster fliegen.
Wie sehen Kleidermotten-Larven aus?
Weißlich-cremefarbene, nackte Raupen mit dunkelbraunem Kopf, bis etwa 10 Millimeter lang und sehr schlank. Sie leben in flachen, seidigen Gespinströhren, die sie aus Fasern des befallenen Stoffs bauen – die Röhre hat deshalb die Farbe des Kleidungsstücks. Behaarte, igelartige Larven sind keine Motten, sondern Teppichkäfer.
Wie erkenne ich Kleidermottenbefall im Kleiderschrank?
An sieben Spuren: Gespinströhren in Stofffarbe, lebende Larven, unregelmäßige Fraßlöcher in versteckten Bereichen, farbige Kotkrümel im Fach, bräunliche Puppenhüllen in Fugen und Ecken, aufflatternde helle Falter und kahle Stellen in Wollteppichen. Zwei verschiedene Spuren am selben Ort gelten als sicherer Nachweis.
Wie sieht Kleidermotten-Kot aus?
Wie feiner, harter Grieß oder Sand von 0,5 bis 1 Millimeter – und zwar in der Farbe des gefressenen Stoffs, weil die Larve die Farbstoffe wieder ausscheidet. Auf einem blauen Pullover ist der Kot bläulich, auf grauem Loden grau. Er sammelt sich in Falten und am Schrankboden und rieselt beim Ausschütteln heraus. Schwarzer Kot ohne Textilfarbe stammt eher von Schaben oder Mäusen.
Wie sehen Mottenlöcher aus?
Unregelmäßig geformt, meist 1 bis 5 Millimeter groß, oft mehrere nah beieinander, mit ausgefransten Rändern. Typisch sind zusätzlich dünne, im Gegenlicht fast durchsichtige Stellen, an denen nur die oberen Fasern abgefressen wurden. Mottenlöcher sitzen bevorzugt an Kragen, Achseln, in Falten und auf der Unterseite von Teppichen – nicht exponiert auf der Vorderseite wie Scheuer- oder Reißverschlussschäden.
Kleidermotte oder Lebensmittelmotte – wie unterscheide ich sie?
Kleidermotten sind einfarbig hell glänzend, lichtscheu und sitzen im Kleiderschrank. Lebensmittelmotten (meist Dörrobstmotten) haben zweifarbige Flügel – vorne grau-weiß, hinten kupferbraun –, fliegen abends zum Fenster oder zur Lampe und ihre Gespinste findest du in Müsli, Mehl und Nüssen, nicht in Pullovern. Den Artenvergleich mit Bildern findest du im Ratgeber „Mottenarten“.
Woher kommen Kleidermotten plötzlich?
Meist über eingeschleppte Textilien: Secondhand-Kleidung, geerbte Wolldecken, Teppiche vom Flohmarkt, Pelz und Federn. Falter fliegen auch von Nachbarwohnungen, aus Vogelnestern unter dem Dach oder aus Schafwolldämmung ein. In der Wohnung finden sie dann getragene, lange nicht bewegte Wolle – das reicht für eine Population.
Welche Stoffe fressen Kleidermotten?
Alles aus Keratin: Schafwolle, Kaschmir, Mohair, Alpaka, Angora, Seide, Pelz, Federn, Rosshaar, Filz, Loden und Walk. Reine Baumwolle, Leinen und Synthetik werden nur angefressen, wenn sie Schweiß, Hautfett oder Essensreste tragen oder einen Wollanteil haben. Saubere Kunstfaser ist für die Larven wertlos.
Sind Kleidermotten gefährlich oder beißen sie?
Nein. Kleidermotten beißen und stechen nicht, übertragen keine Krankheiten und sind für Menschen und Haustiere harmlos. Der Schaden ist rein materiell – Löcher in Kleidung, Teppichen und Polstern. Wer nachts gestochen wird, sollte an Mücken oder Bettwanzen denken, nicht an Motten (siehe „Können Motten beißen?“).
Wie lange leben Kleidermotten?
Der Falter lebt nur etwa zwei bis vier Wochen und nimmt keine Nahrung auf. Das Larvenstadium dauert in warmen Wohnungen zwei bis drei Monate, in kühlen Räumen bis über ein Jahr – deshalb überdauern Befälle in Kisten und auf Dachböden lange unbemerkt. Pro Jahr sind in beheizten Räumen mehrere Generationen möglich.
Hilft Ultraschall gegen Kleidermotten?
Gegen die Falter: Der IREPELL.one hat ein eigenes Profil für Motten und Falter mit rund 8 Metern Durchmesser Reichweite und soll ihnen den Raum ungemütlich machen, damit sie dort nicht ablegen. Gegen Larven und Eier im Stoff: nein, dort hilft nur Kälte, Hitze oder Waschen. Wir sind Hersteller und empfehlen das Gerät als Begleitung ab der ersten Nacht – ohne Wirkgarantie, mit 30 Tagen Geld-zurück.

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Quellen & weiterführende Informationen
- Umweltbundesamt (UBA), Schädlingsportal: Steckbrief Kleidermotte (Tineola bisselliella) – Biologie, Erkennungsmerkmale, Bekämpfung ohne Biozide.
- Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Textil- und Materialschädlinge im Haushalt.
- Verbraucherzentrale: Motten in Kleidung und Vorräten – erkennen und loswerden.
- EU-Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012: Zulassungsstatus von Mottenschutzmitteln für Privathaushalte.
Größen-, Zeit- und Mengenangaben in diesem Artikel sind Richtwerte aus der Fachliteratur; einzelne Tiere und Räume weichen davon ab. Aussagen zur Wirkung von Ultraschall beruhen auf unserer Erfahrung als Hersteller, nicht auf einer wissenschaftlichen Studie zur Kleidermotte.
IREPELL® Redaktion · Söll, Tirol · Stand: Oktober 2026
Made in Austria · CES Innovation Award 2023 Honoree