IREPELL.one KI-Tiervergrämer als Ergänzung zum Untergrabschutz gegen Dachse

Zaun gegen Dachs: Untergrabschutz richtig bauen

CES Innovation Award 2023 HonoreeEntwickelt und produziert in ÖsterreichTirol

Stand: 28. August 2026

Servus. Neulich auf der Alm eines Freundes oberhalb von Ellmau hat mir ein Nachbar seinen neuen Gartenzaun gezeigt – sauber gesetzt, gerade Linie, gute Pfosten. Zwei Wochen später war unter dem dritten Feld ein Durchschlupf, groß genug für einen ausgewachsenen Dachs. Der Zaun war top. Er endete nur leider dort, wo der Dachs erst anfängt zu arbeiten: an der Erdoberfläche.

Das ist der ganze Punkt bei diesem Thema. Gegen Marder und Waschbär baut man in die Höhe, gegen den Dachs baut man in die Tiefe. Wer das vertauscht, zahlt zweimal.

Kurz gesagt: Dachse untergraben, sie klettern kaum. Ein wirksamer Untergrabschutz besteht deshalb aus einem stabilen Gitter, das in den Boden reicht und am unteren Ende nach außen abgewinkelt wird – also in Richtung Tier, nicht in Richtung Garten. Als Faustwert haben sich rund 40–50 cm Tiefe plus 40–50 cm horizontaler L-Fuß bewährt. Entscheidend sind aber weniger die Zentimeter als die lückenlose Ausführung: Tore, Ecken und der Übergang zu bestehenden Mauern sind die Stellen, an denen fast jeder Zaun scheitert.

Warum normale Zäune nichts nützen

Ein Dachs wiegt je nach Jahreszeit acht bis vierzehn Kilo, hat einen kompakten Körperbau und Vorderpfoten, die evolutionär zum Graben gebaut sind: lange, gerade Krallen und viel Muskelkraft dahinter. Ein Tier, das sich meterlange Röhren durch gewachsenen Boden schiebt, lässt sich von zwanzig Zentimetern Rasenkante nicht beeindrucken.

Dazu kommt das Verhalten: Dachse laufen feste Wechsel. Stoßen sie auf ein Hindernis, gehen sie nicht drum herum und suchen einen neuen Weg – sie fangen genau dort an zu graben, wo sie stehen. Deshalb entstehen Durchschlüpfe fast immer direkt am Zaun und fast immer an derselben Stelle, an der der alte Wechsel verlief.

Und noch etwas: Ein Loch, das einmal funktioniert hat, wird wieder benutzt. Wer nur zuschüttet, hat es in der übernächsten Nacht wieder offen.

Das Prinzip: L-Fuß statt Tiefgründung

Der häufigste Denkfehler: möglichst tief graben. Das ist teuer, anstrengend und nicht einmal die beste Lösung. Wirksamer ist die L-Form.

So funktioniert sieDas Gitter läuft vom Zaun senkrecht in den Boden und knickt unten im rechten Winkel nach außen ab – zur Seite, von der das Tier kommt. Der Dachs beginnt direkt am Zaun zu graben, stößt nach wenigen Zentimetern auf das horizontale Stück und gibt auf, weil er von seinem Standpunkt aus nicht versteht, wie weit das Hindernis reicht.

Der praktische Vorteil: Das horizontale Stück muss nicht tief liegen. Es reicht, es knapp unter der Grasnarbe zu verlegen und mit Erde zu bedecken. Nach einer Saison ist es eingewachsen und unsichtbar, der Rasenmäher läuft darüber.

Variante Aufwand Wirksamkeit Anmerkung
Zaun ohne Bodenanschluss gering Wird untergraben, meist innerhalb von Tagen
Gitter 20–30 cm senkrecht eingegraben mittel ~ Verzögert, hält aber einen entschlossenen Dachs nicht
Senkrecht 40–50 cm + L-Fuß 40–50 cm nach außen hoch Die bewährte Ausführung
Nur L-Fuß oberflächlich, mit Erde bedeckt mittel Gute Kompromisslösung bei steinigem Boden
Betonfundament durchgehend sehr hoch Dauerhaft, aber teuer und kaum rückbaubar
Zu den Maßangaben: Die genannten Werte sind Erfahrungswerte aus der Praxis und aus Empfehlungen zum Wildtierschutz an Zäunen, keine genormten Vorgaben. Je nach Bodenart, Hanglage und Druck des Tieres kann mehr nötig sein. Eine kontrollierte Studie, die eine bestimmte Tiefe für den Dachs belegt, gibt es nicht.

Material – was hält und was nicht

Beim Material wird am häufigsten falsch gespart. Ein Dachs testet ein Hindernis nicht nur mit den Krallen, sondern auch mit dem Gebiss.

Geeignet

  • Verzinktes Punktschweißgitter – die erste Wahl. Starre Struktur, lässt sich nicht aufbiegen. Maschenweite um 5 x 5 cm ist für den Dachs mehr als ausreichend.
  • Volierendraht in kräftiger Ausführung – gut, wenn die Drahtstärke stimmt und er sauber gespannt ist.
  • Feuerverzinkt statt nur galvanisch verzinkt – alles, was in den Boden geht, rostet. Feuerverzinkung hält deutlich länger.

Nicht geeignet

  • Kaninchendraht als Sechseckgeflecht allein – zu weich. Ein Dachs zieht die Maschen auseinander.
  • Kunststoffgitter und Teichfolie – wird durchgebissen, versagt bei Frost.
  • Unbehandelte Holzbretter im Erdreich – verrotten und geben nach.
  • Schotter oder grobe Steine als „Sperrschicht“ – der Dachs schiebt sie beiseite.

Schritt für Schritt bauen

  1. Wechsel finden. Bevor der Spaten kommt: Wo läuft das Tier tatsächlich? Niedergetretenes Gras, Durchschlüpfe unter der Hecke, Trittsiegel im weichen Boden. Ein geglätteter Sandstreifen über ein paar Nächte zeigt es zuverlässig – mehr dazu im Wildkamera-Guide.
  2. Verlauf abstecken. Ecken großzügig runden statt scharf zu kanten – in scharfen Innenecken bleibt das Gitter schwerer sauber verlegt.
  3. Graben ziehen. Etwa spatenbreit, 40–50 cm tief. Bei felsigem Untergrund weniger tief, dafür den L-Fuß länger ausführen.
  4. Gitter abwinkeln. Vor dem Einsetzen auf einer Kante in die L-Form biegen. Das geht am Boden deutlich leichter als im Graben.
  5. Einsetzen, Fuß nach außen. Der wichtigste Handgriff des ganzen Projekts. Der horizontale Schenkel zeigt zur Seite, von der der Dachs kommt.
  6. Am Zaun befestigen. Mit verzinktem Bindedraht oder Kabelbindern engmaschig verbinden, damit kein Spalt zwischen Untergrabschutz und Zaunfeld bleibt. Diese Naht ist die klassische Schwachstelle.
  7. Überlappungen sichern. Gitterbahnen mindestens eine Handbreit überlappen lassen und verbinden – nie nur nebeneinanderlegen.
  8. Verfüllen und andrücken. Erde lagenweise einbringen und festtreten. Lockeres Material lädt zum Graben ein.
  9. Nachkontrolle. Nach den ersten Regenfällen und im Frühjahr die ganze Linie abgehen. Setzungen erzeugen Spalten.

Bis der Zaun steht – den Bereich sofort schützen

Ein Untergrabschutz ist ein Wochenendprojekt. IREPELL.one wirkt ab der ersten Nacht: bewegungsaktiviert, chemiefrei, mit wechselnden Reizmustern statt starrer Einzelfrequenz.

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Die fünf Schwachstellen

Ein Untergrabschutz ist nur so gut wie seine schwächste Stelle. Ein Dachs findet sie zuverlässiger als jeder Bauabnehmer.

1. Das TorDie mit Abstand häufigste Lücke. Unter jedem Tor bleibt ein Spalt – sonst schleift es. Lösung: eine im Boden verlegte Gitter- oder Betonschwelle im Torbereich, über die das Tor schwingt.
2. Der Anschluss an Mauern und GebäudeDort, wo der neue Zaun auf eine bestehende Mauer, ein Fundament oder eine Garagenwand trifft, entsteht fast immer ein ungeschützter Zwickel. Gitter bis an das Bauteil führen und dort verankern.
3. Ecken und RichtungswechselAn Ecken werden Bahnen gern stumpf gestoßen statt überlappt. Immer überlappen und verbinden.
4. Böschungen und HängeAm Hang liegt der L-Fuß schnell zu flach oder ragt heraus. Hier lieber tiefer setzen und den Fuß länger ausführen.
5. Wasserdurchlässe und LeitungsgräbenJeder Rohrdurchlass, jeder nachträglich gezogene Kabelgraben ist eine potenzielle Passage. Durchlässe mit Gitter sichern, Gräben sorgfältig verdichten.

Wenn der ganze Garten zu groß ist

Ein komplett untergrabsicherer Grundstücksz aun ist bei größeren Flächen schlicht unrealistisch. Der praktikable Weg ist der Teilschutz: nicht die Grenze sichern, sondern das, was wirklich schützenswert ist.

  • Gemüsebeet und Hochbeet – kleine Fläche, großer Effekt
  • Kompostplatz – oder gleich auf einen geschlossenen Thermokomposter umstellen
  • Terrasse, Schuppen, Gartenhaus, Holzstoß – die Hohlräume, in denen ein Bau entstehen kann. Warum das so wichtig ist, steht unter Dachsbau im Garten
  • Der Rasenbereich, der am stärksten leidet – meist der feuchte, engerlingreiche Teil, siehe Löcher im Rasen
Wichtig vor jeder Einzäunung: Erst sicherstellen, dass sich kein bewohnter Bau innerhalb der neu umschlossenen Fläche befindet. Ein Tier einzusperren oder von seinem Bau abzuschneiden ist rechtlich und tierschutzfachlich hochproblematisch – und bei Jungtieren im Bau ein ernsthaftes Problem.

Elektrozaun als Alternative

Im Obst- und Weinbau ist der Elektrozaun gegen Dachse verbreitet, weil er schneller aufgebaut und wieder abgebaut ist als ein Grabungsprojekt. Für den Hausgarten ist er eine Option, aber keine sorglose.

Aufbau: Die unterste Litze muss wirklich niedrig hängen, weil der Dachs unten durchgeht – typischerweise zwei bis drei Litzen im unteren Bereich, die erste knapp über dem Boden. Der Bewuchs darunter muss kurz gehalten werden, sonst leitet Gras die Spannung ab und die Anlage wird wirkungslos.

Zu bedenken: Kinder und Haustiere im Garten, Kennzeichnungspflichten je nach Anlage und Standort, Stromversorgung, laufende Kontrolle. In einem Reihenhausgarten mit spielenden Kindern ist das meist die schlechtere Wahl – dort ist der eingegrabene L-Fuß sauberer.

Zaun plus Vergrämung

Ehrlich gesagt: Die mechanische Barriere ist die haltbarste Lösung, die es gibt. Sie hat nur zwei Nachteile – sie kostet ein Wochenende Arbeit, und sie wirkt erst, wenn sie fertig ist. Genau in dieser Lücke ist ein Vergrämungsgerät sinnvoll.

Und danach ebenso: an den Stellen, an denen kein Zaun möglich ist. Bei einer offenen Einfahrt, einer Terrasse ohne Abgrenzung oder einem Grundstück, das an Wald oder Wiese übergeht, ist Vergrämung oft der einzige Hebel, der bleibt.

IREPELL.one arbeitet bewegungsaktiviert: Multi-Sensorik für Bewegung, Temperatur, Licht und Feuchte, sechs Lautsprecher für Predator-Sound, zuschaltbares Stroboskoplicht, 360°-Shield-Abstrahlung. Der Punkt, auf den es beim Dachs ankommt, ist die KI-gesteuerte Frequenz-Variation – ein Gerät mit fester Einzelfrequenz wird erfahrungsgemäß binnen weniger Nächte gelernt und danach ignoriert.

Zur Einstellung: Für den Dachs gibt es keinen eigenen Tiermodus in der App – er läuft über den Automatik-Modus. Das Gerät erkennt die Bewegung und wählt das Reizmuster selbst. Reichweite: bis zu 250 m² im offenen Raum · im verbauten Wohnbereich ca. 150 m².
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Söll, TirolEndmontage im Haus

Rechtliches: Nachbar, Grenze, Tierschutz

Entwickelt und produziert in Tirol

Nicht nur entwickelt – auch produziert in Söll, Tirol.

Jedes IREPELL® läuft durch unsere Manufaktur in Söll im Tiroler Unterland. Endmontage und Funktionstest macht Anita, unsere langjährige Mitarbeiterin. Stück für Stück, mit Sichtprüfung vor dem Verpacken.

IREPELL Werk in Söll, Tirol
Unser Werk in Söll, direkt am Waldrand.
IREPELL Endmontage in Söll
Anitas Werkbank vor der Endmontage.

FAQ

Wie tief muss ein Zaun gegen Dachse in die Erde?

Als Erfahrungswert haben sich rund 40 bis 50 cm senkrecht plus ein nach außen abgewinkelter L-Fuß von noch einmal 40 bis 50 cm bewährt. Die Abwinkelung ist dabei wichtiger als die reine Tiefe, weil der Dachs direkt am Zaun zu graben beginnt und dort auf das horizontale Stück stößt. Genormte Vorgaben gibt es dafür nicht.

Können Dachse über einen Zaun klettern?

Sie sind schlechte Kletterer und gehen fast immer den Weg nach unten. Deshalb liegt der Schwerpunkt beim Dachsschutz im Boden, nicht in der Höhe. Ein Zaun von etwa 80 bis 120 cm oberirdisch reicht in der Regel – vorausgesetzt, der Bodenanschluss stimmt.

Reicht Kaninchendraht als Untergrabschutz?

Nein. Sechseckgeflecht ist zu weich, ein Dachs zieht die Maschen auseinander oder beißt sie auf. Verzinktes Punktschweißgitter ist die deutlich haltbarere Wahl, idealerweise feuerverzinkt, weil alles im Erdreich rostet.

Muss der L-Fuß nach innen oder nach außen?

Nach außen – also in die Richtung, aus der das Tier kommt. Das ist der häufigste Ausführungsfehler. Nach innen verlegt schützt der Fuß genau die falsche Seite.

Wo scheitern die meisten Untergrabschütze?

Am Tor, am Anschluss zu Mauern und Gebäuden, an stumpf gestoßenen Ecken, an Böschungen und an Rohrdurchlässen. Nicht an der Fläche, sondern an den Übergängen.

Brauche ich für einen Gartenzaun eine Genehmigung?

Das hängt von Höhe, Standort und örtlicher Regelung ab. Landesbauordnungen und Nachbarrechtsgesetze unterscheiden sich in Deutschland je Bundesland, in Österreich je Bundesland und in der Schweiz je Kanton und Gemeinde. Ein üblicher Gartenzaun ist meist genehmigungsfrei, aber eine kurze Rückfrage bei der Gemeinde klart das verlässlich.

Was mache ich, wenn schon ein Bau im Garten ist?

Dann nicht einzäunen, ohne das vorher zu klären. Ein Tier von seinem Bau abzuschneiden oder einzusperren ist rechtlich und tierschutzfachlich problematisch. Vorgehen und Zuständigkeiten stehen unter Dachsbau im Garten.

Ist ein Elektrozaun besser als ein eingegrabenes Gitter?

Er ist schneller aufgebaut und wieder entfernt, deshalb im Obstbau verbreitet. Dafür braucht er Strom, regelmäßige Kontrolle und kurzen Bewuchs unter der untersten Litze. Im Hausgarten mit Kindern und Haustieren ist der eingegrabene L-Fuß in der Regel die sauberere Lösung.

Wie lange hält ein Untergrabschutz?

Bei feuerverzinktem Punktschweißgitter und sauberer Ausführung viele Jahre. Kontrollieren sollte man die Linie trotzdem nach starken Regenfällen und im Frühjahr, weil Setzungen im Boden Spalten entstehen lassen.

Hilft ein Vergrämungsgerät, während der Zaun gebaut wird?

Ja, das ist der typische Anwendungsfall. Die Barriere wirkt erst, wenn sie fertig ist – ein bewegungsaktiviertes Gerät ab der ersten Nacht. Danach bleibt es sinnvoll an den Stellen, die sich nicht einzäunen lassen, etwa an offenen Einfahrten oder Übergängen zu Wiese und Wald.

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Hinweise

  1. Bundesjagdgesetz (BJagdG) § 2 – Tierarten, die dem Jagdrecht unterliegen
  2. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) § 39 – Schutz wild lebender Tiere und ihrer Lebensstätten
  3. Landesbauordnungen und Nachbarrechtsgesetze regeln Zaunhöhe und Grenzabstände – in DE und AT je Bundesland, in CH je Kanton und Gemeinde

Die genannten Maße sind Praxis-Erfahrungswerte, keine genormten Vorgaben. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Bauberatung im Einzelfall.

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