Marder-Steckbrief: Was fressen Marder, wie groß und wie alt werden sie?
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Marder-Steckbrief: Was fressen Marder, wie groß und wie alt werden sie?
Steinmarder und Baummarder im Überblick: Nahrung, Größe, Gewicht, Lebenserwartung, Paarungszeit, Aktivitätszeiten, Schlupflochgröße und Feinde — und am Ende der kurze Weg vom Wissen zum Vertreiben. Geschrieben von Leuten, die den Marder jeden Herbst im eigenen Dachstuhl hören.
Was fressen Marder? Marder sind Allesfresser: Mäuse, Ratten, Vögel und deren Eier, Insekten, Regenwürmer — und im Sommer und Herbst reichlich Obst wie Kirschen, Pflaumen, Beeren und Fallobst. In Siedlungen kommen Küchenabfälle und Katzenfutter dazu. Kabel fressen Marder nicht, sie zerbeißen sie. Größe: ein Steinmarder misst 40–54 cm plus 22–30 cm Schwanz und wiegt 1,1–2,3 kg. Alter: in freier Wildbahn meist 3–8 Jahre.
Dann brauchst du keinen Steckbrief, sondern einen Plan.
Dieser Artikel erklärt das Tier. Wie du es wieder loswirst, steht hier — nach Einsatzort sortiert:
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Inhaltsverzeichnis
- Steckbrief: Steinmarder und Baummarder auf einen Blick
- Welche Marderarten gibt es?
- Was fressen Marder? Speiseplan nach Jahreszeit
- Wie groß und wie schwer wird ein Marder?
- Wie alt werden Marder?
- Wann sind Marder aktiv — und halten sie Winterschlaf?
- Paarungszeit, Jungtiere, Fähe und Rüde
- Welches Tier frisst Marder?
- Woran du erkennst, dass ein Marder da ist
- Vom Steckbrief zum Vertreiben
- Häufige Fragen
Steckbrief: Steinmarder und Baummarder auf einen Blick
Wenn in Deutschland, Österreich oder der Schweiz jemand „der Marder“ sagt, meint er fast immer den Steinmarder (Martes foina) — das Tier im Dachstuhl, im Motorraum, im Hühnerstall. Sein Verwandter, der Baummarder (Martes martes), lebt zurückgezogen im Wald und kommt dem Menschen selten in die Quere. Die beiden sehen sich ähnlich, unterscheiden sich aber in Details, die du mit etwas Übung auch nachts an der Hauswand erkennst.
| Merkmal | Steinmarder (Hausmarder) | Baummarder (Edelmarder) |
|---|---|---|
| Kopf-Rumpf-Länge | 40–54 cm | 45–58 cm |
| Schwanz | 22–30 cm, buschig | 16–28 cm |
| Gewicht | 1,1–2,3 kg (Rüden schwerer als Fähen) | 0,8–1,8 kg |
| Kehlfleck | weiß, meist gegabelt, reicht bis auf die Vorderbeine | gelblich bis orange, abgerundet, endet an der Brust |
| Nase | hell, fleischfarben | dunkel |
| Ohren | kleiner, abgerundet | größer, hell gesäumt |
| Fußsohlen | nackt — hinterlässt klare Ballenabdrücke | behaart — Spur im Schnee verwaschener |
| Lebensraum | Dörfer, Städte, Höfe, Dachböden, Garagen, Steinbrüche | geschlossene Wälder, Baumhöhlen, alte Greifvogelhorste |
| Nahrung | Allesfresser: Kleinsäuger, Vögel, Eier, Insekten, Obst, Abfälle | Allesfresser mit mehr Fleischanteil: Eichhörnchen, Mäuse, Vögel, Beeren |
| Aktivität | dämmerungs- und nachtaktiv, kein Winterschlaf | dämmerungs- und nachtaktiv, kein Winterschlaf |
| Paarungszeit (Ranz) | Juni bis August | Juli bis August |
| Jungtiere | März/April, meist 2–4 | März/April, meist 2–4 |
| Lebenserwartung | frei lebend meist 3–8 Jahre, Einzeltiere bis etwa 10 | ähnlich, in Obhut deutlich länger |
| Rechtsstatus | jagdbares Wild in DE und AT, Schonzeiten je Bundesland bzw. Kanton | jagdbar mit langen Schonzeiten, regional ganzjährig geschont |
Mehr zur Unterscheidung im Detail, mit Fokus auf den Dachboden: Steinmarder oder Baummarder — wer wohnt bei mir?
Welche Marderarten gibt es?
Die Frage „Marderarten“ hat zwei Antworten — je nachdem, ob man die echten Marder meint oder die ganze Familie der Marderartigen. Zu den echten Mardern (Gattung Martes) gehören in Mitteleuropa nur zwei Arten. Die Familie dagegen ist groß und steckt voller Tiere, die man im Alltag nicht mit „Marder“ verbindet.
| Art | Gruppe | Größe (Kopf-Rumpf) | Wo du ihm begegnest |
|---|---|---|---|
| Steinmarder | echter Marder | 40–54 cm | Siedlungen, Dachböden, Autos, Ställe — der „Hausmarder“ |
| Baummarder | echter Marder | 45–58 cm | Wald; scheu, selten in Gebäuden |
| Iltis | Marderartige (Mustela) | 30–45 cm | Feldränder, Scheunen, feuchte Wiesen; typische „Gesichtsmaske“ |
| Hermelin | Marderartige (Mustela) | 20–30 cm | Wiesen, Steinhaufen; im Winter weiß mit schwarzer Schwanzspitze |
| Mauswiesel | Marderartige (Mustela) | 15–25 cm | kleinstes Raubtier Europas, passt durch Mauselöcher |
| Dachs | Marderartige (Meles) | 60–90 cm | Waldränder, Gärten mit Rasen — gräbt, klettert nicht |
| Fischotter | Marderartige (Lutra) | 60–90 cm | saubere Fließgewässer, Teiche |
| Amerikanischer Nerz (Mink) | Marderartige, eingebürgert | 30–45 cm | Gewässerufer; aus Pelzfarmen entkommen |
Für dich als Hausbesitzer zählt praktisch nur der Steinmarder. Iltis und Hermelin schauen höchstens im Hühnerstall vorbei, der Dachs wühlt im Rasen — wie du ihn vom Waschbären unterscheidest, steht im Artikel Waschbär oder Dachs?. Und noch ein Begriff, der oft fällt: Den „Automarder“ gibt es als Art nicht. Es ist der ganz normale Steinmarder, der im Motorraum ein warmes, geschütztes Versteck mit Markierungsbedarf gefunden hat.
Was fressen Marder? Speiseplan nach Jahreszeit
Der Steinmarder ist ein opportunistischer Allesfresser. Er frisst, was mit dem geringsten Aufwand zu haben ist — und das wechselt mit der Jahreszeit. Im Frühjahr und Frühsommer dominieren Mäuse, Jungvögel und Eier, im Spätsommer und Herbst macht Obst einen großen Teil der Nahrung aus. Wer einen Kirsch- oder Zwetschkenbaum im Garten hat, kennt die Kerne im Marderkot.
| Nahrung | Wann vor allem | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Mäuse, Wühlmäuse, Ratten | ganzjährig, Schwerpunkt Frühjahr | Ein Dachboden mit Mäusen ist für den Marder ein gedeckter Tisch |
| Vögel, Jungvögel, Eier | April bis Juli | Nistkästen und offene Volieren sind gefährdet |
| Hühner, Küken, Kaninchen | bei Gelegenheit | Der Steinmarder tötet im Stall oft mehrere Tiere — Beutereflex, kein „Blutrausch“ |
| Insekten, Käfer, Regenwürmer | Sommer | unauffällig, aber mengenmäßig wichtig |
| Kirschen, Pflaumen, Zwetschken, Beeren, Äpfel, Birnen | Juli bis Oktober | Fallobst zeitnah aufsammeln — es hält den Marder im Garten |
| Küchenabfälle, Komposthaufen, Katzenfutter | ganzjährig in Siedlungen | Offener Kompost und Futternäpfe im Freien ziehen ihn an |
| Aas | Winter | Wildunfälle am Straßenrand werden genutzt |
Was fressen Marder am liebsten?
Wenn man „am liebsten“ als „was er nimmt, wenn alles verfügbar ist“ versteht: leicht erreichbare, energiereiche Kost. Eier, Jungtiere und reife, süße Früchte stehen ganz oben. Ein Steinmarder, der zwischen einer flinken Maus und einem Nest mit fünf Eiern wählen kann, nimmt die Eier.
Fressen Marder Mäuse und Ratten?
Ja — Mäuse sind die wichtigste tierische Nahrung des Steinmarders, und auch junge oder geschwächte Ratten gehören dazu. Ein ausgewachsener Wanderrattenbock wehrt sich allerdings heftig, deshalb bevorzugt der Marder kleinere Nager. Als „natürliche Rattenbekämpfung“ taugt er trotzdem nicht: Er frisst nicht genug, um eine Population zu kontrollieren, und bringt eigene Probleme mit. Die Nachbarn im Dachstuhl unterscheidest du am besten am Geräusch: Marder, Siebenschläfer oder Ratte?
Fressen Marder Hühner?
Ja, und das ist der Grund, warum der Steinmarder in jedem Hühnerhalter-Forum Dauergast ist. Er kommt durch Öffnungen ab etwa fünf Zentimetern, tötet bei Gelegenheit mehrere Tiere, weil der Beutereflex durch das Flattern immer neu ausgelöst wird, und nimmt meist nur eines mit. Wie du den Stall sicherst — und warum der Marder am besten gar nicht erst hinkommt — steht im Artikel Marder im Hühnerstall.
Fressen Marder Pflaumen und anderes Obst?
Ja, gern und viel. Pflaumen, Zwetschken, Kirschen, Mirabellen, Weintrauben, Holunder, Beeren und Fallobst aller Art. Im Spätsommer kann der pflanzliche Anteil der Nahrung die Hälfte ausmachen. Der Kot verrät es: Kerne, Schalenreste, oft dunkelviolett gefärbt. Wer wissen will, ob der Haufen unterm Baum vom Marder stammt: Marderkot erkennen.
Und warum „fressen“ Marder Kabel?
Tun sie nicht. Kabel, Schläuche und Dämmmatten werden zerbissen, nicht gefressen. Die Auslöser sind Revierverhalten und Duftmarken: Riecht ein Marder im Motorraum einen Artgenossen, reagiert er aggressiv auf alles, was nach dem Rivalen riecht. Dazu kommen Spieltrieb bei Jungtieren und die Neugier auf weiches Material. Die ganze Erklärung: Warum beißen Marder Kabel an?
Wie groß und wie schwer wird ein Marder?
Ein ausgewachsener Steinmarder ist etwa so lang wie eine Hauskatze, aber deutlich schlanker und kurzbeiniger: 40 bis 54 Zentimeter Kopf-Rumpf-Länge, dazu ein buschiger Schwanz von 22 bis 30 Zentimetern. Das Gewicht liegt bei 1,1 bis 2,3 Kilogramm; Rüden sind spürbar schwerer als Fähen. Die Schulterhöhe beträgt nur rund 12 Zentimeter — deshalb wirkt der Marder beim Laufen „fließend“, fast wie ein langgezogener Schatten.
Zum Vergleich: Eine Wanderratte bringt es auf 20–28 cm Körper plus einen nackten Schwanz, ein Siebenschläfer auf 13–18 cm mit buschigem Schwanz, eine Hauskatze auf 45–55 cm bei 3–5 kg. Wer nachts etwas Langes, Niedriges mit buschigem Schwanz über den Zaun huschen sieht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Steinmarder vor sich.
Wie groß muss ein Schlupfloch für den Marder sein?
Kleiner, als die meisten denken. Der Schädel ist das breiteste Körperteil — passt der Kopf durch, folgt der Rest. In der Praxis reicht einem Steinmarder eine Öffnung von etwa 5 Zentimetern Durchmesser (ein Loch, in das eine Faust nicht passt, ein Hühnerei aber schon). Typische Einstiege: Lüftungsziegel ohne Gitter, Spalten zwischen Traufe und Mauerkrone, offene Ortgänge, Fallrohre als Kletterhilfe, Efeu an der Fassade. Die Checkliste zum Abdichten findest du im Artikel Haus mardersicher machen — mit dem wichtigsten Hinweis gleich vorweg: erst sicherstellen, dass kein Tier mehr drin ist, dann verschließen.
Wie alt werden Marder?
In freier Wildbahn werden Steinmarder meist drei bis acht Jahre alt; einzelne Tiere erreichen rund zehn Jahre. In menschlicher Obhut sind deutlich höhere Alter dokumentiert, bis in den Bereich von 15 bis 18 Jahren. Dass die wenigsten das schaffen, liegt nicht an natürlichen Feinden, sondern an zwei anderen Dingen: dem Straßenverkehr, der im Siedlungsraum die häufigste Todesursache ist, und der Jagd, der der Steinmarder in Deutschland und Österreich außerhalb der Schonzeiten unterliegt.
Für dich heißt das: Ein Marder, der sich bei dir eingerichtet hat, bleibt ohne Gegenmaßnahme über Jahre. Reviere werden außerdem von Nachfolgern übernommen — zieht der eine aus, markiert der nächste denselben Dachboden. Deshalb ist Vergrämen plus Abdichten die einzige Kombination, die dauerhaft Ruhe bringt.
Wann sind Marder aktiv — und halten sie Winterschlaf?
Marder sind dämmerungs- und nachtaktiv. Der Steinmarder verlässt sein Versteck meist kurz nach Einbruch der Dunkelheit, hat seine Hauptaktivität zwischen etwa 22 und 4 Uhr und ist bei Tagesanbruch zurück im Schlafplatz. Tagsüber schläft er — gern unter der Dämmung, in Zwischendecken oder im Motorraum eines Autos, das in der Früh noch warm war. Die Details zu Uhrzeiten und Jahreszeiten: Wann sind Marder aktiv?
Winterschlaf hält der Marder nicht, auch keine Winterruhe wie der Siebenschläfer. Er ist bei Schnee und Frost genauso unterwegs — nur sucht er dann noch gezielter warme, trockene Quartiere. Genau deshalb beginnt die Dachboden-Saison im Oktober und die Autosaison mit den ersten kalten Nächten. Der Herbst ist also kein Grund zu warten, sondern der Zeitpunkt, an dem der Marder sein Winterquartier wählt. Mehr dazu: Marder im Winter.
Paarungszeit, Jungtiere, Fähe und Rüde
Beim Marder heißt das Weibchen Fähe, das Männchen Rüde. Die Paarungszeit, bei Jägern Ranz genannt, liegt im Hochsommer von Juni bis August. In diesen Wochen hörst du Marder am lautesten: Keckern, Fauchen und die berüchtigten Schreie, die nachts klingen, als würde jemand verletzt. Was da genau zu hören ist, steht im Artikel Marder-Geräusche erkennen.
Das Besondere: Nach der Paarung legt der Embryo eine Keimruhe ein. Die eigentliche Entwicklung startet erst im Spätwinter, sodass die Jungen — meist zwei bis vier, selten fünf — im März oder April zur Welt kommen. Sie sind blind und nackt, öffnen die Augen nach rund fünf Wochen, werden etwa acht Wochen gesäugt und begleiten die Fähe bis in den Spätsommer. Der Rüde ist an der Aufzucht nicht beteiligt.
Zwischen März und etwa Juli kann ein Dachboden eine Kinderstube sein. Elterntiere dürfen nicht von ihren Jungen getrennt werden — ein in dieser Zeit verschlossener Einstieg ist deshalb nicht nur tierschutzwidrig, sondern endet oft mit verhungerten Jungtieren in der Dämmung und wochenlangem Geruch. Vergrämen bleibt erlaubt, Abdichten erst, wenn nachweislich alle Tiere draußen sind. Die Rechtslage je Land: Marder vertreiben — was ist erlaubt?
Welches Tier frisst Marder?
Ausgewachsene Steinmarder haben in Mitteleuropa kaum natürliche Feinde. Gefährlich werden können ihnen der Uhu, im Gebirge der Steinadler und gelegentlich ein Fuchs oder ein großer Hund — meist aber nur, wenn der Marder überrascht wird. Jungtiere fallen zusätzlich Habicht und Mäusebussard zum Opfer. Der mit Abstand größte „Feind“ ist das Auto: Auf der Straße endet ein großer Teil aller Marderleben. Danach folgt die Jagd. In Tirol wie in Bayern gilt der Steinmarder als jagdbares Wild; Fangen oder Erlegen ist Jagdausübung und braucht die entsprechende Berechtigung.
Woran du erkennst, dass ein Marder da ist
- Kot: 8–10 cm lang, etwa 1 cm dick, gedreht, mit Haaren, Kernen oder Federn, oft an exponierten Stellen als Markierung → Marderkot erkennen (mit Bildern)
- Geräusche: Poltern, Trippeln, Rumpeln in der Dämmung, nachts ab etwa 22 Uhr; im Sommer Keckern und Schreie → Marder-Geräusche
- Trittsiegel: fünf Zehen mit Krallen, etwa 3,5 cm breit; im Schnee die typische Paarsprung-Fährte
- Am Auto: Bissspuren an Kabeln und Schläuchen, Pfotenabdrücke auf der Haube, Haare am Motorblock → Marderschaden: Teilkasko, Kosten, Vorgehen
- Geruch: strenger, moschusartiger Geruch an Einstiegen; bei längerer Nutzung Uringeruch in der Decke
Bei uns in Söll hat ein Nachbar jahrelang geglaubt, sein Marder sei im Herbst „ausgezogen“, weil es oben ruhig wurde. Tatsächlich hatte das Tier nur sein Quartier gewechselt — vom Dachboden in den Motorraum seines Kombis, der jede Nacht in der Einfahrt stand. Im Frühjahr kam der Marder zurück auf den Dachboden, pünktlich zur Kinderstube. Ein Jahr, zwei Quartiere, ein Tier.
Seit wir das Verhalten verstanden haben, ist die Reihenfolge klar: erst beobachten, wo das Tier wirklich ist, dann vergrämen, dann abdichten. Der Steckbrief oben ist dafür kein Nerd-Wissen — er sagt dir, wann der Marder aktiv ist, wo er durchpasst und warum er wiederkommt.
Vom Steckbrief zum Vertreiben
Alles, was oben steht, läuft auf drei Konsequenzen hinaus. Erstens: Reviere werden weitervererbt — ein verwaister Dachboden bleibt nicht lange leer. Zweitens: 5 Zentimeter reichen — Abdichten funktioniert nur, wenn du jede Öffnung findest, und auch dann nur, wenn kein Tier mehr drin ist. Drittens: Marder gewöhnen sich — an Gerüche, an Lärm, an Licht, das immer gleich bleibt. Hausmittel wie Essig oder Hundehaare, Klopfen an die Decke, ein Radio im Dachstuhl: Das stört ein paar Tage, dann ist es Alltag. Die ehrliche Einordnung aller Methoden steht im Marder-Ratgeber.
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Den Marder verstehen ist der erste Schritt. Ihn loszuwerden der zweite.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was fressen Marder?
Marder sind Allesfresser. Auf dem Speiseplan stehen Mäuse und andere Kleinsäuger, Vögel und Eier, Insekten und Regenwürmer sowie im Sommer und Herbst viel Obst — Kirschen, Pflaumen, Beeren, Fallobst. In Siedlungen kommen Küchenabfälle und Katzenfutter dazu.
Was fressen Marder am liebsten?
Leicht erreichbare, energiereiche Nahrung: Eier, Jungvögel, Jungtiere und reife, süße Früchte. Hat der Marder die Wahl, nimmt er das Nest statt der flinken Maus.
Fressen Marder Mäuse und Ratten?
Ja. Mäuse sind die wichtigste tierische Nahrung des Steinmarders; junge und geschwächte Ratten gehören ebenfalls dazu. Eine Rattenpopulation kontrolliert er damit aber nicht.
Fressen Marder Hühner?
Ja. Der Steinmarder kommt durch Öffnungen ab etwa 5 cm in den Stall und tötet dort oft mehrere Tiere, weil das Flattern den Beutereflex immer wieder auslöst. Engmaschiger Draht, geschlossene Klappen bei Nacht und ein Vergrämer, der ihn gar nicht erst herankommen lässt, sind die Antwort.
Wie groß wird ein Marder?
Ein Steinmarder misst 40–54 cm Kopf-Rumpf-Länge plus 22–30 cm Schwanz und wiegt 1,1–2,3 kg. Der Baummarder ist etwas länger (45–58 cm), aber leichter (0,8–1,8 kg).
Wie alt werden Marder?
Frei lebende Steinmarder werden meist 3–8 Jahre alt, einzelne Tiere rund 10. In menschlicher Obhut sind 15–18 Jahre dokumentiert. Häufigste Todesursachen sind Straßenverkehr und Jagd.
Welche Marderarten gibt es?
Echte Marder in Mitteleuropa sind Steinmarder und Baummarder. Zur größeren Familie der Marderartigen gehören außerdem Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter und der eingebürgerte Mink. Der „Hausmarder“ oder „Automarder“ ist immer der Steinmarder.
Wie groß muss ein Schlupfloch für einen Marder sein?
Etwa 5 cm Durchmesser reichen einem Steinmarder. Passt der Kopf durch, folgt der Körper. Typische Einstiege sind ungesicherte Lüftungsziegel, Spalten an der Traufe und offene Ortgänge.
Welches Tier frisst Marder?
Ausgewachsene Marder haben kaum Feinde: Uhu, Steinadler und gelegentlich Fuchs oder Hund. Jungtiere fallen auch Habicht und Bussard zum Opfer. Die meisten Marder sterben im Straßenverkehr oder durch die Jagd.
Wann sind Marder aktiv?
Nachts, mit Hauptaktivität zwischen etwa 22 und 4 Uhr. Tagsüber schlafen sie in Dachböden, Zwischendecken, Holzstößen oder Motorräumen.
Halten Marder Winterschlaf?
Nein. Marder halten weder Winterschlaf noch Winterruhe. Sie sind das ganze Jahr aktiv und suchen im Herbst gezielt warme Quartiere — deshalb häufen sich Dachboden- und Autoschäden ab Oktober.
Wann ist Paarungszeit beim Marder?
Die Ranz liegt zwischen Juni und August. Durch die Keimruhe werden die 2–4 Jungen erst im März oder April geboren. Von März bis etwa Juli kann ein Dachboden deshalb eine Kinderstube sein — vergrämen ist erlaubt, abdichten erst, wenn alle Tiere draußen sind.
Weiterlesen im Marder-Ratgeber
Quellen & Hinweise
- NABU: Steinmarder und Baummarder — Lebensweise, Nahrung, Fortpflanzung
- Deutsche Wildtier Stiftung: Artenporträt Steinmarder (Martes foina)
- Bayerisches Landesamt für Umwelt: Steinmarder im Siedlungsraum
- Bundesjagdgesetz (DE) / Landesjagdgesetze (AT) / eidgenössisches Jagdgesetz (CH) — Stein- und Baummarder als jagdbares Wild, Schonzeiten regional
- Hinweis: Maße, Gewichte und Altersangaben sind Spannen aus der Fachliteratur; einzelne Tiere weichen ab. Schonzeiten und Jagdrecht sind Ländersache — Angaben ohne Gewähr.
- Transparenzhinweis: IREPELL® ist Hersteller des genannten Geräts IREPELL.one. Der biologische Teil dieses Artikels ist davon unabhängig.
IREPELL® Redaktion · Söll in Tirol · Stand: Oktober 2026
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