Haus mardersicher machen: Die komplette Schutz-Anleitung

Warum Prävention besser ist als Vertreiben

Ein Marder, der sich erst einmal in einem Haus eingewöhnt hat, ist schwer wieder loszuwerden. Er kehrt immer wieder zu seinen Markierungsstellen zurück und verteidigt sein Revier. Deshalb ist es viel effektiver, ein Haus von Anfang an mardersicher zu machen, als später mit dem Tier zu kämpfen.

Schwachstellen am Haus – Checkliste

Bevor du Maßnahmen ergreifst, inspiziere dein Haus sorgfältig auf Einstiegspunkte. Marder benötigen nur etwa 5–7 cm Breite, um sich hindurchzuzwängen.

Dach und Dachboden

  • Fehlende oder beschädigte Dachziegel
  • Offene Lüftungsschlitze unter der Dachtraufe
  • Undichte Giebelverkleidungen
  • Lücken rund um Schornsteine und Dachfenster

Fassade und Wände

  • Risse und Spälteim Putz oder Mauerwerk
  • Offene Rohrdurchführungen
  • Lücken bei Holz- oder Kunststoffverkleidungen

Keller und Fundament

  • Ungeschützte Lüftungsschlitze
  • Kellerfenster ohne intaktes Gitter
  • Risse im Fundamentbereich

Maßnahmen: Haus mardersicher machen

1. Öffnungen abdichten

Schließe alle identifizierten Einstiegspunkte. Verwende langlebige Materialien:

  • Drahtgitter (Maschenweite max. 1 cm) für Lüftungsschlitze und Dachtraufen
  • Steinwolle für Risse (Marder können diese nicht durchnagen)
  • Bauschaum + Stahlwolle als Kombination für Rohrdurchführungen
  • Dachdecker beauftragen bei Schäden an der Dacheindeckung

2. Kletterhilfen entfernen

Marder gelangen über Bäume, Rankgewächse und Regenrohre aufs Dach. Schneide Äste, die näher als 1,5 Meter ans Haus heranreichen, zurück. Entferne Efeu und andere Kletterpflanzen von der Fassade.

3. Ultraschallschutz ganzflächig einsetzen

IRepell Ultraschallgeräte können an verschiedenen Stellen am Haus positioniert werden: am Dachboden, im Keller, in der Garage. Die Geräte senden hochfrequente Impulse aus, die Marder als bedrohlich wahrnehmen und den Bereich verlassen.

4. Abschreckende Duftstoffe einsetzen

Marder meiden starke Gerüche wie Hundehaar, Menschenhaar oder spezielle Marder-Duftsprays. Diese Mittel sollten alle 2–3 Wochen erneuert werden und sind ideal als Ergänzung zu anderen Schutzmaßnahmen.

5. Kletterhürden an Regenrohren und Fassade

Spezielle Abweisringe aus Kunststoff oder Metall um Regenrohre verhindern, dass Marder hochklettern können. Sie sind leicht zu montieren und äußerst wirksam.

Wann ist ein Fachmann nötig?

Bei größeren Schäden am Dach, unklaren Eintrittspunkten oder wenn sich ein Marder bereits festgesetzt hat, empfiehlt sich die Beauftragung eines Schädlingsbekämpfers oder Dachdecker. Ein Profi kann auch Schadstoffbelastungen durch Marderkot (Parasiten, Viren) fachgerecht beseitigen.

Fazit

Ein mardersicheres Haus erfordert eine einmalige gründliche Inspektion und gezielte Abdichtungsmaßnahmen. Kombiniert mit Ultraschall und Kletterhürden hast du langfristig Ruhe vor dem ungebetenen Gästen.

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