Marder im Winter: Halten Marder Winterschlaf? Wo sie jetzt stecken
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Marder-Ratgeber · Winter 2026/27 · aus Tirol
Marder im Winter: kein Winterschlaf – wo sie jetzt stecken und was du tun kannst
Draußen liegt Schnee, drinnen poltert es um drei in der Früh. Der Steinmarder bleibt den ganzen Winter wach – und sucht sich genau die Plätze, die wir warm halten.
Halten Marder Winterschlaf? Nein. Steinmarder sind das ganze Jahr aktiv, auch bei Schnee und Frost. Im Winter verlagern sie nur ihren Alltag: weniger Strecke draußen, mehr Zeit im warmen Tagesversteck – Dachboden, Scheune, Garage, Carport. Deshalb ist der Winter die Dachboden-Saison. Wer jetzt vergrämt und erst danach abdichtet, hat im Frühjahr keine Marderfamilie im Dach.
Inhaltsverzeichnis
Winterschlaf? Was der Marder im Winter wirklich macht
Servus aus Tirol! Bei uns im Unterland liegt der erste Schnee oft schon im November, und jedes Jahr höre ich denselben Satz: „Jetzt ist eh Ruhe, der Marder schläft ja.“ Tut er nicht. Der Steinmarder (Martes foina) hält weder Winterschlaf noch Winterruhe. Er frisst sich im Herbst keinen großen Vorrat an und muss deshalb auch bei minus zehn Grad raus, um Futter zu finden.
Was sich ändert, ist die Einteilung. Bei strenger Kälte und tiefem Schnee bleibt er länger im Versteck und geht kürzere Runden. Dieses Versteck soll trocken, zugfrei und möglichst warm sein. Ein gedämmter Dachboden über einem geheizten Haus ist aus Mardersicht das beste Winterquartier weit und breit.
Im Winter hörst du den Marder nicht seltener, sondern eher regelmäßiger: Er kommt verlässlich in dasselbe Quartier zurück. Das macht ihn lästiger – aber auch berechenbarer, wenn du ihn vergrämen willst.
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Ein Marder hat nicht ein Versteck, sondern mehrere, zwischen denen er wechselt. Im Winter bevorzugt er die wärmsten davon:
| Ort | Warum im Winter beliebt | Woran du es merkst |
|---|---|---|
| Dachboden, Zwischendecke | Abwärme vom Haus, weiche Dämmung als Nest | Poltern und Trippeln nachts, zerrupfte Dämmwolle, Kot an festen Stellen |
| Scheune, Stadel, Heuboden | trocken, Mäuse als Futter gleich nebenan | Federn, Eierschalen, strenger Geruch |
| Garage, Carport | windgeschützt, warmer Motor nach der Fahrt | Pfotenabdrücke auf der Motorhaube, Haare am Radkasten |
| Holzstoß, Gartenhütte | Zwischenstation auf der nächtlichen Runde | Spur im Schnee, die dort endet |
Wenn du nicht sicher bist, wer da oben wohnt: Im Winter schlafen Siebenschläfer tief und fest – Geräusche zwischen November und April stammen also praktisch nie von ihnen. Übrig bleiben Marder, Mäuse, Ratten und mancherorts der Waschbär. Die Unterschiede findest du hier: Marder, Siebenschläfer oder Ratte?
Spuren im Schnee: so erkennst du ihn
Der Winter hat einen Vorteil: Schnee verrät alles. Geh nach einer Nacht mit Neuschnee einmal ums Haus, bevor jemand anderer durchstapft.
- Trittsiegel: etwa 3 bis 4 cm, fünf Zehen mit Krallenpunkten. Katzen zeigen vier Zehen und keine Krallen.
- Paarsprung: Marder hüpfen im Schnee. Die Abdrücke liegen paarweise leicht versetzt nebeneinander, dazwischen 40 bis 60 cm Abstand.
- Zielstrebiger Verlauf: Die Spur führt an Mauern und Zäunen entlang direkt zu einem Aufstieg – Fallrohr, Holzstoß, Spalier, Baum am Dach.
- Kot: wurstförmig, 8 bis 10 cm, gedreht, mit Haaren oder Kernen. Mehr dazu im Marderkot-Ratgeber.
Marder-Kalender: Oktober bis März
| Zeitraum | Was der Marder macht | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| Oktober – November | Jungtiere vom Frühjahr suchen ein eigenes Revier und Winterquartier | Einstiege suchen, Kletterhilfen entschärfen, Vergrämer aufstellen |
| Dezember – Januar | kurze Futterrunden, lange Ruhephasen im warmen Versteck | Vergrämung konsequent durchlaufen lassen, Spuren im Schnee prüfen |
| Februar | Aktivität nimmt zu, Reviere werden neu markiert | letzte gute Gelegenheit zum Abdichten, wenn das Dach leer ist |
| ab März | Wurfzeit: Jungtiere können im Nest liegen | nicht mehr abdichten oder aussperren, bis die Familie abgewandert ist |
Der Winter ist damit das richtige Zeitfenster. Wer bis zum Frühjahr wartet, darf wegen der Jungtiere monatelang nichts verschließen.
Auto im Winter: wie groß ist das Risiko?
Hier muss ich einen verbreiteten Satz geraderrücken. Die meisten Marderbisse am Auto passieren im Frühjahr und Frühsommer, wenn Männchen ihr Revier verteidigen und auf den Geruch eines Rivalen im Motorraum mit Beißen reagieren. Der Winter ist nicht die Hauptsaison für Kabelbisse.
Entwarnung ist das trotzdem keine. Ein warmer Motorraum ist bei Frost ein angenehmer Rastplatz, und dabei bleiben Duftmarken zurück. Genau diese Marken lösen im Frühjahr die Beißerei aus – vor allem, wenn du zwischen zwei Revieren pendelst. Wer im Winter Pfotenabdrücke auf der Haube findet, sollte den Motorraum waschen lassen und den Stellplatz schützen. Details: Marder am Auto vertreiben und der Marderschreck-Vergleich 2026 mit eigenem Auto-Abschnitt.
Der Winter-Plan in 5 Schritten
- Nachschauen. Nach Neuschnee ums Haus gehen, Spuren und Aufstieg finden. Am Dachboden nach Kot, Dämmwolle-Nestern und Futterresten suchen – mit Handschuhen und Maske.
- Vergrämen. Vergrämer zentral im Dachstuhl aufstellen, Marder-Modus wählen, laufen lassen. Rechne mit zwei bis vier Wochen, bis das Quartier aufgegeben ist.
- Kontrollieren. Mehl am vermuteten Einstieg ausstreuen. Bleibt es mehrere Nächte unberührt und ist es ruhig, ist er draußen.
- Abdichten – vor März. Alle Öffnungen ab 5 cm mit Lochblech oder Volierendraht verschließen. Bauschaum und Holz beißt er durch.
- Aufstieg nehmen. Äste 1,5 bis 2 m vom Dach zurückschneiden, Fallrohre mit glatter Manschette versehen, Holzstoß von der Hauswand wegrücken.
Die ausführliche Fassung mit Material, Kosten und Rechtslage steht hier: Marder am Dachboden loswerden. Und wenn du erst einmal den Überblick über alle Methoden willst: Marder vertreiben.
Was im Winter nicht funktioniert
- Duftmittel und Hausmittel: Essig, Hundehaare, WC-Steine verfliegen in Tagen. Bei Kälte riechen sie noch schwächer.
- Solar-Geräte: Im Dezember reicht das Licht oft nicht, um den Akku zu laden. Das Gerät ist leer, und du merkst es nicht.
- Ein Dauerton: An eine feste Frequenz gewöhnt sich der Marder in zwei bis drei Wochen.
- Gift und Fallen: Für Private tabu – der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht.
Vergrämer bei Kälte richtig aufstellen
Ein Gerät, das im Sommer im Garten läuft, braucht im Winter einen anderen Platz. Drei Dinge haben sich bewährt:
- Netzbetrieb statt Akku. Kälte kostet jeden Akku Laufzeit. Am Dachboden oder in der Garage hängst du die IREPELL.one einfach ans Netz, dann läuft sie durch.
- Geschützt und trocken. Im Dachstuhl, unterm Carport-Dach oder im Stadel – nicht frei im Schnee.
- Freie Sicht. Zentral und erhöht, nicht hinter Kartons oder Balken. Die Fläche: bis 250 m² offen, ca. 150 m² verbaut.
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Neulich auf der Alm eines Freundes, beim Einwintern der Hütte: Auf dem frischen Schnee am Vordach eine schnurgerade Doppelspur, hinauf übers Holzlager, hinein unter die Traufe. „Der wohnt da seit drei Wintern“, hat er gesagt, „im Sommer merk ich nichts.“ Genau so ist es – im Winter kommt der Marder heim.
Wir haben das Holz einen Meter von der Wand weggeschlichtet und das Gerät unter den First gestellt. Abgedichtet wird im Februar, wenn sicher keiner mehr drin ist.
Jetzt vergrämen, im Februar abdichten, im Frühjahr Ruhe.
Der Winter ist das Zeitfenster ohne Jungtiere. Stell die IREPELL.one in den Dachstuhl und nutz die 30 Tage, um es bei dir zu prüfen.
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Häufige Fragen
Halten Marder Winterschlaf?
Nein. Steinmarder halten weder Winterschlaf noch Winterruhe. Sie sind das ganze Jahr aktiv und verbringen bei Kälte nur mehr Zeit im warmen Versteck.
Wo halten sich Marder im Winter auf?
In trockenen, warmen Tagesverstecken: Dachböden, Zwischendecken, Scheunen, Garagen, Carports und Holzstößen. Gedämmte Dachböden über geheizten Räumen sind besonders beliebt.
Sind Marder im Winter aktiver als im Sommer?
Draußen eher weniger, im Haus mehr. Sie gehen kürzere Futterrunden und kehren verlässlich ins selbe Quartier zurück. Deshalb hört man sie am Dachboden im Winter oft regelmäßiger.
Beißen Marder im Winter Autokabel durch?
Seltener als im Frühjahr, wenn Revierkämpfe die Bisse auslösen. Ein warmer Motorraum dient im Winter aber als Rastplatz, und die Duftmarken von dort können später Beißattacken auslösen.
Wie erkenne ich Marderspuren im Schnee?
An 3 bis 4 cm großen Abdrücken mit fünf Zehen und Krallen, die paarweise versetzt im Abstand von 40 bis 60 cm liegen. Die Spur führt meist an Mauern entlang zu einem Aufstieg.
Wann sollte ich den Dachboden abdichten?
Erst wenn der Marder nachweislich draußen ist, und am besten vor März. Ab der Wurfzeit können Jungtiere im Dach liegen, dann darf nicht verschlossen werden.
Funktioniert ein Ultraschall-Vergrämer bei Frost?
Ja, wenn die Stromversorgung stimmt. Akkus verlieren bei Kälte Laufzeit, Solar-Geräte laden im Winter kaum. Am zuverlässigsten ist Netzbetrieb an einem trockenen, geschützten Platz.
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IREPELL® Redaktion · Söll in Tirol · Stand: Oktober 2026
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